In 12 Stunden auf die Zugspitze – unsere spontane Vollmondtour über das Gatterl
Was kann man in 12 Stunden alles erleben?

Für viele bedeutet das eine Nacht Schlaf. Für mich bedeuteten 12 Stunden eine spontane Entscheidung, eine Vollmondnacht in den Bergen, Deutschlands höchsten Gipfel, einen unvergesslichen Sonnenaufgang und pünktlich zum Schluss frische Semmeln am Frühstückstisch mit der Familie. Manchmal entstehen die schönsten Erinnerungen eben nicht durch perfekte Planung – sondern weil man den Mut hat, einfach loszugehen.
Eine spontane Entscheidung
Eigentlich war alles längst geplant. Gemeinsam mit meinem Freund Andreas und seinem 14-jährigen Sohn Julius wollten wir erst eine Woche später, in der Nacht vom 6. auf den 7. August, auf die Zugspitze steigen. Doch am Donnerstagmorgen klingelte mein Handy. Andreas war dran. „Nächste Woche wird das Wetter richtig schlecht. Heute haben wir Vollmond, kaum Wind und perfekte Bedingungen. Lass uns heute gehen.“ Ich musste kurz überlegen. Eigentlich hatten wir Besuch von Verwandten, die extra eine längere Anreise auf sich genommen hatten. Den gemeinsamen Abend wollten wir uns auf keinen Fall nehmen lassen. Deshalb sagte ich zunächst ab. Doch der Gedanke ließ mich einfach nicht mehr los.
Die 12-Stunden-Challenge
Langsam kehrte Ruhe im Haus ein, denn Christin brachte Emma ins Bett und sie schlief irgendwann ein. Plötzlich war die Idee da.
Warum eigentlich nicht beides verbinden?
Mein Ziel war klar:
-
22:00 Uhr losfahren
-
Auf die Zugspitze steigen
-
Wieder zurücklaufen
-
Frische Semmeln holen
-
Um 9:00 Uhr gemeinsam mit der Familie frühstücken
Nicht, weil ich einen Rekord aufstellen wollte. Sondern weil ich zeigen wollte, dass Abenteuer und Familienleben sich nicht ausschließen müssen.
Innerhalb von 20 Minuten mitten in den Alpen
Kurz nach 22:00 Uhr stieg ich ins Auto. Jedes Mal wird mir bewusst, wie dankbar wir dafür sind, den Schritt ins Allgäu gewagt zu haben. Innerhalb von rund 20 Minuten stehen wir bereits in Österreich und mitten in den Bergen. Für uns ist das jedes Mal aufs Neue ein riesiges Geschenk. Um 22:45 Uhr erreichte ich die Talstation in Ehrwald. Rucksack auf. Stöcke in die Hand. Noch einmal tief durchatmen. Um 23:00 Uhr ging es los.
Mein einziger Gedanke: Andreas und Julius einholen
Von Anfang an hatte ich eigentlich nur ein Ziel. Ich wollte die beiden möglichst schnell einholen. Nicht, weil ich besonders schnell sein wollte, sondern weil ich keine Lust hatte, die ganze Nacht alleine unterwegs zu sein. Die ersten Kilometer führten über die Ehrwalder Alm. Auf dem breiten Fahrweg konnte ich ein zügiges Tempo anschlagen. Schon nach kurzer Zeit merkte ich: Heute passt einfach alles.
13 Grad.
Kein Wind.
Vollmond.
Meine Stirnlampe hatte ich zwar dabei, wirklich gebraucht habe ich sie aber kaum. Das Mondlicht reichte völlig aus und tauchte die Berge in eine unglaubliche Atmosphäre. Diese Ruhe dort oben ist schwer zu beschreiben. Kein Straßenlärm. Keine Menschenmassen. Nur das Knirschen der Schuhe auf dem Schotter. Genau für solche Momente liebe ich die Berge.
Wiedersehen am Gatterl

Immer wieder konnte ich weit oben kleine Stirnlampen erkennen. Irgendwann blinkten mir zwei Lampen entgegen. Wir gaben uns gegenseitig kleine Lichtzeichen. Da wusste ich: Das müssen Andreas und Julius sein. Nach nur 1 Stunde und 35 Minuten erreichte ich schließlich das Gatterl, den Grenzübergang zwischen Österreich und Deutschland. Dort warteten die beiden bereits auf mich. Nach einer kurzen Begrüßung gingen wir gemeinsam weiter. Von nun an stand nicht mehr das Tempo im Vordergrund. Sondern das gemeinsame Erlebnis.
Gemeinsam Richtung Zugspitze
Ab dem Gatterl verändert sich die Landschaft deutlich. Die Wege werden felsiger und alpiner. An der Knorrhütte legten wir eine kurze Pause ein, füllten Wasser auf und stärkten uns. Da wir deutlich vor Sonnenaufgang unterwegs waren, ließen wir uns anschließend bewusst etwas mehr Zeit. Am Zugspitzplatt machten wir nochmals eine längere Pause. Julius aß noch etwas, wir unterhielten uns und genossen die besondere Stimmung mitten in der Nacht. Es gab überhaupt keinen Grund zur Eile. Der Sonnenaufgang wartete schließlich noch auf uns.
Julius‘ erster Gipfel
Der letzte Abschnitt führte über das Geröllfeld hinauf zum Klettersteig und schließlich zum Münchner Haus. Jetzt wurde die Tour noch einmal anspruchsvoller. Gerade für Julius war der letzte Abschnitt eine echte Herausforderung. Mit 14 Jahren zum ersten Mal auf Deutschlands höchsten Gipfel. Kurz nach 4 Uhr standen wir schließlich oben. Nach rund fünf Stunden Aufstieg. Die ersten Sonnenstrahlen ließen nicht lange auf sich warten. Ein Moment, den man kaum in Worte fassen kann. Die Gipfel der Alpen färbten sich langsam orange. Unter uns lagen Wolkenfelder. Über uns ein wolkenloser Himmel. Und wir mittendrin. Julius war völlig erledigt, aber gleichzeitig unglaublich stolz. Nachdem wir unsere Gipfelfotos gemacht hatten, legte er sich sogar noch für fast eine Stunde schlafen. Ein Bild, das mir sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
Zeit für den Rückweg
So schön der Gipfel auch war – meine Challenge war noch nicht beendet. Ich schaute auf die Uhr. Wenn ich pünktlich zum Frühstück zu Hause sein wollte, musste ich jetzt wieder los. Also verabschiedete ich mich von Andreas und Julius. Während die beiden noch etwas länger oben blieben, machte ich mich auf den Rückweg. Über das Zugspitzplatt. Vorbei an der Knorrhütte. Durch das Gatterl. Zurück zur Ehrwalder Alm. Der Downhill lief erstaunlich gut. An manchen Stellen ließ ich es einfach laufen, an anderen nahm ich bewusst Tempo heraus. Die Beine fühlten sich überraschend gut an und ich merkte, dass meine Zeitplanung aufgehen könnte. Immer wieder kamen mir Wanderer entgegen, die gerade erst ihren Aufstieg begonnen hatten. Einige schauten mich verwundert an und fragten:
„Warst du heute Nacht schon oben?“
Solche Begegnungen bringen mich jedes Mal zum Schmunzeln. Nicht, weil es um irgendeine sportliche Leistung geht. Sondern weil die Berge Menschen verbinden. Unterwegs dachte ich immer wieder daran, wie dankbar ich bin, solche Momente erleben zu dürfen. Vor wenigen Stunden saß ich noch mit unserer Familie zusammen – jetzt lief ich im ersten Sonnenlicht von Deutschlands höchstem Berg zurück ins Tal. Genau diese Gegensätze machen solche Tage für mich unvergesslich.
Punktlandung zum Frühstück
Kurz nach 8 Uhr erreichte ich wieder die Talstation in Ehrwald. Mission fast erfüllt. Jetzt noch schnell ins Auto. Auf dem Heimweg frische Semmeln holen. Und tatsächlich saß ich pünktlich um 9 Uhr gemeinsam mit unserer Familie am Frühstückstisch. Zwölf Stunden. Von zu Hause. Auf Deutschlands höchsten Berg. Und wieder zurück. Als ich dort saß, fühlte sich die Nacht fast ein wenig unwirklich an.
Während viele gerade erst in den Tag starteten, lagen hinter mir bereits über 2.500 Höhenmeter, eine Vollmondnacht, ein Sonnenaufgang auf der Zugspitze und unzählige besondere Momente.
Genau solche Tage zeigen mir immer wieder, dass Abenteuer nicht immer mehrere Wochen Urlaub brauchen. Manchmal reicht eine spontane Idee.
Sicherheit geht immer vor
Auch wenn diese Nacht traumhaft war, gilt: Die Zugspitze ist und bleibt eine anspruchsvolle alpine Bergtour. Besonders nachts sollte man nur mit entsprechender Erfahrung, guter Planung und vollständiger Ausrüstung unterwegs sein.
Für mich gehören deshalb immer dazu:
-
Wetterbericht genau prüfen
-
Niemals alleine unterwegs sein
-
Stirnlampe inklusive Ersatzakku
-
Erste-Hilfe-Set
-
Rettungsdecke
-
Pfeife
-
Ausreichend Essen und Trinken
-
Warme Kleidung für den Gipfel
-
Respekt vor der Natur und den Bergen
Die Berge laufen nicht weg. Im Zweifel dreht man lieber einmal um und kommt an einem anderen Tag wieder. Über das Thema Sicherheit am Berg werden wir in einem separaten Blogartikel noch ausführlicher schreiben.
Mein Fazit
Diese Tour war für mich weit mehr als nur eine Besteigung der Zugspitze. Sie war eine Erinnerung daran, dass die schönsten Momente oft ungeplant entstehen. Dass Freundschaften unbezahlbar sind. Dass Berge uns Demut lehren. Und dass Abenteuer und Familie wunderbar zusammenpassen können. Genau darum geht es für mich bei dranbleiben. Nicht immer perfekt planen. Sondern Chancen erkennen. Losgehen. Und Erinnerungen schaffen, die bleiben.
Tour im Überblick
Tour: Zugspitze über das Gatterl (Auf- und Abstieg identisch)
Start: Ehrwald Talstation (Österreich)
Gipfel: Zugspitze (2.962 m)
Route: Ehrwalder Alm → Hochfeldernalm → Gatterl → Knorrhütte → Zugspitzplatt → Münchner Haus → Zugspitze
Distanz: 30,4 KM
Höhenmeter: ca. 2.543 HM
Aufstiegszeit: ca. 5 Stunden
Abstiegszeit: ca. 3,5 Stunden
Gesamtgehzeit: ca. 8,5 Stunden
Schwierigkeit: Anspruchsvolle Bergtour mit alpinen Passagen und leichtem Klettersteig im Gipfelbereich.
Besonderheit: Vollmondtour mit Sonnenaufgang.
Besonderheit: https://www.komoot.com/de-de/tour/3156548235
In 12 Stunden auf die Zugspitze – unsere spontane Vollmondtour über das Gatterl
Was kann man in 12 Stunden alles erleben?

Für viele bedeutet das eine Nacht Schlaf. Für mich bedeuteten 12 Stunden eine spontane Entscheidung, eine Vollmondnacht in den Bergen, Deutschlands höchsten Gipfel, einen unvergesslichen Sonnenaufgang und pünktlich zum Schluss frische Semmeln am Frühstückstisch mit der Familie. Manchmal entstehen die schönsten Erinnerungen eben nicht durch perfekte Planung – sondern weil man den Mut hat, einfach loszugehen.
Eine spontane Entscheidung
Eigentlich war alles längst geplant. Gemeinsam mit meinem Freund Andreas und seinem 14-jährigen Sohn Julius wollten wir erst eine Woche später, in der Nacht vom 6. auf den 7. August, auf die Zugspitze steigen. Doch am Donnerstagmorgen klingelte mein Handy. Andreas war dran. „Nächste Woche wird das Wetter richtig schlecht. Heute haben wir Vollmond, kaum Wind und perfekte Bedingungen. Lass uns heute gehen.“ Ich musste kurz überlegen. Eigentlich hatten wir Besuch von Verwandten, die extra eine längere Anreise auf sich genommen hatten. Den gemeinsamen Abend wollten wir uns auf keinen Fall nehmen lassen. Deshalb sagte ich zunächst ab. Doch der Gedanke ließ mich einfach nicht mehr los.
Die 12-Stunden-Challenge
Langsam kehrte Ruhe im Haus ein, denn Christin brachte Emma ins Bett und sie schlief irgendwann ein. Plötzlich war die Idee da.
Warum eigentlich nicht beides verbinden?
Mein Ziel war klar:
-
22:00 Uhr losfahren
-
Auf die Zugspitze steigen
-
Wieder zurücklaufen
-
Frische Semmeln holen
-
Um 9:00 Uhr gemeinsam mit der Familie frühstücken
Nicht, weil ich einen Rekord aufstellen wollte. Sondern weil ich zeigen wollte, dass Abenteuer und Familienleben sich nicht ausschließen müssen.
Innerhalb von 20 Minuten mitten in den Alpen
Kurz nach 22:00 Uhr stieg ich ins Auto. Jedes Mal wird mir bewusst, wie dankbar wir dafür sind, den Schritt ins Allgäu gewagt zu haben. Innerhalb von rund 20 Minuten stehen wir bereits in Österreich und mitten in den Bergen. Für uns ist das jedes Mal aufs Neue ein riesiges Geschenk. Um 22:45 Uhr erreichte ich die Talstation in Ehrwald. Rucksack auf. Stöcke in die Hand. Noch einmal tief durchatmen. Um 23:00 Uhr ging es los.
Mein einziger Gedanke: Andreas und Julius einholen
Von Anfang an hatte ich eigentlich nur ein Ziel. Ich wollte die beiden möglichst schnell einholen. Nicht, weil ich besonders schnell sein wollte, sondern weil ich keine Lust hatte, die ganze Nacht alleine unterwegs zu sein. Die ersten Kilometer führten über die Ehrwalder Alm. Auf dem breiten Fahrweg konnte ich ein zügiges Tempo anschlagen. Schon nach kurzer Zeit merkte ich: Heute passt einfach alles.
13 Grad.
Kein Wind.
Vollmond.
Meine Stirnlampe hatte ich zwar dabei, wirklich gebraucht habe ich sie aber kaum. Das Mondlicht reichte völlig aus und tauchte die Berge in eine unglaubliche Atmosphäre. Diese Ruhe dort oben ist schwer zu beschreiben. Kein Straßenlärm. Keine Menschenmassen. Nur das Knirschen der Schuhe auf dem Schotter. Genau für solche Momente liebe ich die Berge.
Wiedersehen am Gatterl

Immer wieder konnte ich weit oben kleine Stirnlampen erkennen. Irgendwann blinkten mir zwei Lampen entgegen. Wir gaben uns gegenseitig kleine Lichtzeichen. Da wusste ich: Das müssen Andreas und Julius sein. Nach nur 1 Stunde und 35 Minuten erreichte ich schließlich das Gatterl, den Grenzübergang zwischen Österreich und Deutschland. Dort warteten die beiden bereits auf mich. Nach einer kurzen Begrüßung gingen wir gemeinsam weiter. Von nun an stand nicht mehr das Tempo im Vordergrund. Sondern das gemeinsame Erlebnis.
Gemeinsam Richtung Zugspitze
Ab dem Gatterl verändert sich die Landschaft deutlich. Die Wege werden felsiger und alpiner. An der Knorrhütte legten wir eine kurze Pause ein, füllten Wasser auf und stärkten uns. Da wir deutlich vor Sonnenaufgang unterwegs waren, ließen wir uns anschließend bewusst etwas mehr Zeit. Am Zugspitzplatt machten wir nochmals eine längere Pause. Julius aß noch etwas, wir unterhielten uns und genossen die besondere Stimmung mitten in der Nacht. Es gab überhaupt keinen Grund zur Eile. Der Sonnenaufgang wartete schließlich noch auf uns.
Julius‘ erster Gipfel
Der letzte Abschnitt führte über das Geröllfeld hinauf zum Klettersteig und schließlich zum Münchner Haus. Jetzt wurde die Tour noch einmal anspruchsvoller. Gerade für Julius war der letzte Abschnitt eine echte Herausforderung. Mit 14 Jahren zum ersten Mal auf Deutschlands höchsten Gipfel. Kurz nach 4 Uhr standen wir schließlich oben. Nach rund fünf Stunden Aufstieg. Die ersten Sonnenstrahlen ließen nicht lange auf sich warten. Ein Moment, den man kaum in Worte fassen kann. Die Gipfel der Alpen färbten sich langsam orange. Unter uns lagen Wolkenfelder. Über uns ein wolkenloser Himmel. Und wir mittendrin. Julius war völlig erledigt, aber gleichzeitig unglaublich stolz. Nachdem wir unsere Gipfelfotos gemacht hatten, legte er sich sogar noch für fast eine Stunde schlafen. Ein Bild, das mir sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
Zeit für den Rückweg
So schön der Gipfel auch war – meine Challenge war noch nicht beendet. Ich schaute auf die Uhr. Wenn ich pünktlich zum Frühstück zu Hause sein wollte, musste ich jetzt wieder los. Also verabschiedete ich mich von Andreas und Julius. Während die beiden noch etwas länger oben blieben, machte ich mich auf den Rückweg. Über das Zugspitzplatt. Vorbei an der Knorrhütte. Durch das Gatterl. Zurück zur Ehrwalder Alm. Der Downhill lief erstaunlich gut. An manchen Stellen ließ ich es einfach laufen, an anderen nahm ich bewusst Tempo heraus. Die Beine fühlten sich überraschend gut an und ich merkte, dass meine Zeitplanung aufgehen könnte. Immer wieder kamen mir Wanderer entgegen, die gerade erst ihren Aufstieg begonnen hatten. Einige schauten mich verwundert an und fragten:
„Warst du heute Nacht schon oben?“
Solche Begegnungen bringen mich jedes Mal zum Schmunzeln. Nicht, weil es um irgendeine sportliche Leistung geht. Sondern weil die Berge Menschen verbinden. Unterwegs dachte ich immer wieder daran, wie dankbar ich bin, solche Momente erleben zu dürfen. Vor wenigen Stunden saß ich noch mit unserer Familie zusammen – jetzt lief ich im ersten Sonnenlicht von Deutschlands höchstem Berg zurück ins Tal. Genau diese Gegensätze machen solche Tage für mich unvergesslich.
Punktlandung zum Frühstück
Kurz nach 8 Uhr erreichte ich wieder die Talstation in Ehrwald. Mission fast erfüllt. Jetzt noch schnell ins Auto. Auf dem Heimweg frische Semmeln holen. Und tatsächlich saß ich pünktlich um 9 Uhr gemeinsam mit unserer Familie am Frühstückstisch. Zwölf Stunden. Von zu Hause. Auf Deutschlands höchsten Berg. Und wieder zurück. Als ich dort saß, fühlte sich die Nacht fast ein wenig unwirklich an.
Während viele gerade erst in den Tag starteten, lagen hinter mir bereits über 2.500 Höhenmeter, eine Vollmondnacht, ein Sonnenaufgang auf der Zugspitze und unzählige besondere Momente.
Genau solche Tage zeigen mir immer wieder, dass Abenteuer nicht immer mehrere Wochen Urlaub brauchen. Manchmal reicht eine spontane Idee.
Sicherheit geht immer vor
Auch wenn diese Nacht traumhaft war, gilt: Die Zugspitze ist und bleibt eine anspruchsvolle alpine Bergtour. Besonders nachts sollte man nur mit entsprechender Erfahrung, guter Planung und vollständiger Ausrüstung unterwegs sein.
Für mich gehören deshalb immer dazu:
-
Wetterbericht genau prüfen
-
Niemals alleine unterwegs sein
-
Stirnlampe inklusive Ersatzakku
-
Erste-Hilfe-Set
-
Rettungsdecke
-
Pfeife
-
Ausreichend Essen und Trinken
-
Warme Kleidung für den Gipfel
-
Respekt vor der Natur und den Bergen
Die Berge laufen nicht weg. Im Zweifel dreht man lieber einmal um und kommt an einem anderen Tag wieder. Über das Thema Sicherheit am Berg werden wir in einem separaten Blogartikel noch ausführlicher schreiben.
Mein Fazit
Diese Tour war für mich weit mehr als nur eine Besteigung der Zugspitze. Sie war eine Erinnerung daran, dass die schönsten Momente oft ungeplant entstehen. Dass Freundschaften unbezahlbar sind. Dass Berge uns Demut lehren. Und dass Abenteuer und Familie wunderbar zusammenpassen können. Genau darum geht es für mich bei dranbleiben. Nicht immer perfekt planen. Sondern Chancen erkennen. Losgehen. Und Erinnerungen schaffen, die bleiben.
Tour im Überblick
Tour: Zugspitze über das Gatterl (Auf- und Abstieg identisch)
Start: Ehrwald Talstation (Österreich)
Gipfel: Zugspitze (2.962 m)
Route: Ehrwalder Alm → Hochfeldernalm → Gatterl → Knorrhütte → Zugspitzplatt → Münchner Haus → Zugspitze
Distanz: 30,4 KM
Höhenmeter: ca. 2.543 HM
Aufstiegszeit: ca. 5 Stunden
Abstiegszeit: ca. 3,5 Stunden
Gesamtgehzeit: ca. 8,5 Stunden
Schwierigkeit: Anspruchsvolle Bergtour mit alpinen Passagen und leichtem Klettersteig im Gipfelbereich.
Besonderheit: Vollmondtour mit Sonnenaufgang.
Besonderheit: https://www.komoot.com/de-de/tour/3156548235
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Das dranbleiben Workbook von Jore Schlag


Jores Workbook für Menschen, die wirklich etwas verändern wollen – langfristig.
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